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Gehaltscheck: Wer verdient nach dem Studium am meisten?

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Wenn es auf das Ende des Studiums zugeht, kreisen die Gedanken vieler Studenten um schwerwiegende Fragen: Auf welchen Job soll ich mich bewerben? Welches Unternehmen ist für mich das beste? Und wo verdiene ich am meisten? Diese Fragen beschäftigen viele Absolventen, Umfragen und Studien liefern die Antworten. Die Studie des Jobportals Stepstone hat beispielsweise gezeigt, dass es verschiedene Faktoren gibt, die die Höhe des Gehalts beeinflussen. Wenn du diese Faktoren in deine Überlegungen mit einbeziehst, hast du gute Chancen auf dein Wunschgehalt.

Faktor #1: Der Abschluss

Generell hast du schon etwas richtig gemacht, wenn es um dein zukünftiges Gehalt geht: Du hast studiert. Die Studie von Stepstone hat gezeigt, dass Studierte im Schnitt rund 15.000 bis 20.000 Euro mehr Jahresgehalt bekommen als Nicht-Akademiker. Aber auch auf die Art des Abschlusses kommt es an: Die Untersuchung hat ergeben, dass Absolventen mit einem Masterabschluss rund 14% mehr im Jahr bekommen als Studenten mit einem Bachelorabschluss. Wenn es um ein lukratives Gehalt geht, lohnt es sich also, den Master an das Bachelorstudium anzuhängen.  

Faktor #2: Der Studiengang

Wahrscheinlich kannst du an der Wahl deines Studiengangs nicht mehr viel ändern. Hast du einen Bachelorabschluss, kannst du jedoch deinen Master in eine Richtung wählen, die dein Gehalt in Zukunft steigen lässt. Das höchste Einstiegsgehalt bekommst du, wenn du Medizin studiert hast. Die Naturwissenschaften und das Wirtschaftsingenieurwesen liegen dahinter auf Platz 2. Es folgen Ingenieur- und Rechtswissenschaft sowie Mathematik und Informatik. Studienfächer, die du dagegen unbedingt meiden solltest, wenn du dir ein hohes Gehalt wünschst, sind: Erziehungswissenschaften, Geisteswissenschaften sowie Geschichts- und Kulturwissenschaften. Diese Fachrichtungen lohnen sich finanziell leider überhaupt nicht. Wo dein Studiengang in der Rangliste der Einstiegsgehälter liegt, siehst du in der folgenden Übersicht:

Studiengang

Durchschnittliches Einstiegsgehalt

Medizin (und Zahnmedizin)

52.668 Euro

Naturwissenschaft

48.812 Euro

Wirtschaftsingenieurwesen

48.696 Euro

Ingenieurwissenschaft

47.481 Euro

Rechtswissenschaft

46.524 Euro

Mathematik und Informatik

46.191 Euro

Wirtschaftsinformatik

45.566 Euro

Wirtschaftswissenschaft

43.033 Euro

Psychologie

42.823 Euro

Geowissenschaften

41.452 Euro

Lehramt

41.253 Euro

Sozialwissenschaften

39.599 Euro

Design

36.252 Euro

Architektur

36.009 Euro

Erziehungswissenschaften

35.917 Euro

Geisteswissenschaften

35.151 Euro

Geschichts- und Kulturwissenschaften

34.764 Euro

Faktor #3: Der Ort

Als Absolvent ist für dich vor allem Baden-Württemberg interessant. Hier ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt mit 46.780 Euro deutschlandweit am höchsten. Aber auch Bayern, Hessen und das Saarland sind hinsichtlich eines hohen Anfangsgehalts sehr attraktiv. Mit mehr Berufserfahrung hast du dann in Hessen die besten Chancen auf ein hohes Gehalt. Mit 63.353 Euro Jahresgehalt bist du in diesem Bundesland ganz vorn mit dabei. Baden-Württemberg und Bayern liegen kurz dahinter und bieten dir ebenso gute Verdienstmöglichkeiten.  

Faktor #4: Die Unternehmensgröße

Auch die Größe des Unternehmens spielt bei der Höhe des Gehalts eine Rolle. Als Einsteiger ins Berufsleben spürst du den Unterschied noch nicht so extrem: In einem kleinen Unternehmen mit 1 bis 500 Mitarbeitern liegt das Einstiegsgehalt durchschnittlich bei 41.308 Euro im Jahr, während du in einem großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern 48.373 Euro im Jahr verdienen kannst. Mit wachsender Berufserfahrung sieht das Verhältnis jedoch ganz anders aus: In einem kleinen Unternehmen liegt hier das Jahresgehalt mit 51.042 Euro 12% unter dem Durchschnittsgehalt, in einer großen Firma mit 67.147 Euro allerdings ganze 15% darüber. Der Unterschied liegt damit bei rund 16.000 Euro im Jahr. Das Fazit lautet also: Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt. Ob du allerdings tatsächlich nur ein kleines Rädchen im Uhrwerk einer großen Firma oder doch lieber ein großer Fisch in einem kleinen StartUp sein möchtest, ist dabei wohl eine Typfrage. Das solltest du nach deinen persönlichen Vorlieben und deiner Lust auf Verantwortung entscheiden.

Faktor #5: Die Verantwortung

Apropos Verantwortung: Auch die Anzahl der unterstellten Mitarbeiter hat auf die Höhe des Gehalts einen Einfluss. Diesen Faktor solltest du perspektivisch in deine Überlegungen einfließen lassen und nach Aufstiegschancen und möglichen Managementaufgaben Ausschau halten. Bei 1 bis 4 unterstellten Mitarbeitern liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei 59.603 Euro, mit 5 bis 14 Mitarbeitern bekommst du schon 10.000 Euro mehr im Jahr und bei über 100 unterstellten Mitarbeitern kannst du dich über durchschnittlich 82.401 Euro Jahresgehalt freuen. Wenn du dich also mehr und mehr in einer führenden Rolle im Unternehmen positionierst, hast du gute Chancen auf ein steigendes Gehalt.  

Faktor #6: Das Geschlecht

Ja, das ist ein Faktor, den du nicht wirklich beeinflussen kannst. Doch leider ist es immer noch so, dass Männer ohne ersichtlichen Grund mehr Geld für den gleichen Job bekommen. Je nach Berufsgruppe schwankt der Unterschied zwischen 5.000 Euro Jahresgehalt in der Pflegebranche und 17.000 Euro im Bankensektor. Beim Einstiegsgehalt liegt der Unterschied zwischen 1.000 Euro Jahresgehalt in der IT-Branche und 7.000 Euro im Vertrieb. Natürlich hast du als Frau hier nicht viel Spielraum. Doch bei der Frage nach den Gehaltsvorstellungen oder in der nächsten Gehaltsverhandlung kannst du diesen Faktor berücksichtigen und dein gewünschtes Jahresgehalt einfach ein wenig höher ansetzen.

Wenn du jetzt noch mehr Zahlen und Fakten brauchst, kannst du dir unter den folgenden Links den gesamten Gehaltsreport von Stepstone ansehen:

Für Absolventen:

https://www.stepstone.de/ueber-stepstone/knowledge/gehaltsreport-fuer-absolventen-18-19/