Die 4 besten Gründe, warum du im Studium in einer WG leben solltest

Hochschulinitiative Deutschland

von Sophia, 06. September 2019

Hochschulinitiative Deutschland

Sophia, 06. September 2019


Zugegebenermaßen hast du als Student in einer Singlewohnung weniger Stress. Nun ja, dafür hast aber auch nur halb so viel Spaß verglichen mit einem Leben in einer WG. Es gibt massenhaft Vorteile, die eine Wohngemeinschaft mit sich bringt. Die vier Besten werden dir im Folgenden vorgestellt, sodass auch du dir vielleicht überlegst, im nächsten Semester zur beliebtesten Wohnform während des Studiums zu wechseln.

Unser Tipp: Solltest du dich auf WG-Suche begeben, ist die Plattform WG-Gesucht.de ein guter Anlaufpunkt. Daneben gibt es weitere Anbieter wie Badi (auch als App erhältlich), die mittels künstlicher Intelligenz die Suche nach der passenden WG und dem passenden Mitbewohner erleichtert.

1. Erlangen neuer Softskills

Jeder Mensch hat Macken und Eigenarten. Diese werden dir selbst erst bewusst, wenn dich andere auf diese Macken aufmerksam machen oder du selbst bemerkst, wie komisch du dich manchmal gegenüber deinen Mitmenschen verhältst. Das gleiche gilt natürlich auch für die anderen WG-Bewohner, mit denen du dir als Mieter die Studenten-Wohnung teilst. Du lernst Kompromisse zu machen und merkst, dass nicht immer alles genauso abläuft, wie du es gerne hättest. Dies fällt dir jedoch nur dann auf, wenn du einen Großteil deiner Zeit mit den Mitbewohner verbringst - und nicht, wenn du alleine in einer Singlewohnung wohnst.

Es kann große Nachteile mit sich bringen, wenn du gleich in eine eigene Wohnung ziehst, nachdem du aus dem gut behüteten elterlichen Nest in die großen Städte entlassen wirst. Durch den vielseitigen Kontakt mit anderen Menschen in einer passenden WG verbesserst du deine Kommunikationsfähigkeit, aber auch deine Konfliktfähigkeit. Du lernst ebenso, dich in andere Menschen hineinzuversetzen, gemeinsam Probleme anzugehen und diese zu lösen. Zusammen könnt ihr wichtige Dinge organisieren, sei es die nächste WG-Party oder ganz einfach den wöchentlichen Putzplan. Du stärkst somit Fähigkeiten, die dich später im Beruf und Privatleben weiterbringen werden. Gerade solche Softskills werden heutzutage immer mehr gefragt und stellen für den späteren Arbeitgeber oft wichtigere Faktoren als die akademischen Leistungen dar.

In einer Studenten-WG kannst du deine soziale Kompatibilität mit anderen Menschen also optimal verbessern und knüpfst eventuell wichtige soziale Kontakte für dein späteres Leben. Oder du lernst einfach gute Freunde kennen, die ein Leben lang bleiben können - sprich: Dein Sozialleben wird mit dem Umzug in ein freies WG Zimmer auf ein ganz neues Level angehoben. Wenn es dir zu viel wird, hast du immer noch dein Zimmer als Rückzugsort.

2. WG-Partys

Sie sind ein Muss für jeden Studenten. Vorteilhaft ist natürlich, wenn du gleich in einer partyfreudigen WG wohnst, so kommst du öfter in den Genuss von coolen WG-Partys. Eine Studienzeit ohne legendäre WG-Partys ist wie ein Einhorn, nur ohne Horn. Also wie ein stinknormales Pferd.

Wenn du in einer Wohngemeinschaft lebst, hast du natürlich auch die einmalige Möglichkeit, mit deinen Mitbewohnern selbst eine WG-Party zu planen. In einer großen Wohnung könnt ihr diese nach euren eigenen Vorstellungen zur besten WG-Party der Welt krönen. Im Nachhinein siehst du sogar die Erlebnisse wie den Stress mit den Nachbarn, das grässliche Aufräumen und den schrecklichen Kater am nächsten Tag als lustige und nicht wegzudenkende Erfahrung an!

3. Neue Mitbewohner - deine neue Wahl-Familie

Egal ob du Liebeskummer, eine schlechte Prüfung geschrieben oder einfach nur schlechte Laune hast: deine Mitbewohner in Studenten-WGs sind immer für dich da. Sie heitern dich auf, sprechen dir ein paar angenehme Worte zu und können dich vor allem nur allzu gut verstehen. Denn sie befinden sich wahrscheinlich in haargenau der selben Situation wie du und sind vermutlich noch im gleichen Alter - also die perfekten Ansprechpartner. Warum also nicht einfach mal gemeinsam kochen? So verbessert sich die Stimmung in der WG fast automatisch.

Diese Ansprechpartner wechseln durch Umzug oft rasant und du lernst immer neue Leute kennen, die auf WG Suche sind. Wenn jemand aus deiner WG für ein halbes Jahr ein Praktikum für die Hochschule in einer anderen Stadt absolviert, bedeutet das, dass ein neues Mitglied das WG-Leben bereichern wird. Gleichzeitig kommt durch jeden neuen WG Mitbewohner neuer Schwung in die Bude. So können pro Jahr mehrere Mitbewohner die Studenten-WG wechseln, was deinen Bekannten- oder Freundeskreis positiv beeinflussen kann.

4. Studenten-WG als Orientierungshilfe im Studien-Dschungel

Besonders, wenn man gerade erst sein Abi hinter sich hat und alterstechnisch noch nicht einmal in den Zwanzigern angelangt ist, kann der Studien-Dschungel anfangs eine große Herausforderung darstellen. Neue Uni, neue Stadt, neue Leute, alles neu. Wenn du gerade erst deine alten Freunde aus der Heimat und dein Leben beim Hotel Mama hinter dir gelassen hast, bist du mit diesem neuen Lebensabschnitt erst einmal komplett überfordert, alles ist irgendwie chaotisch. Aber keine Sorge, die WG ist für dich da!

Hier ist es natürlich goldwert, Menschen bei sich in der Studentenwohnung zu haben, die entweder gerade dasselbe Chaos erleben oder dieses Chaos bereits hinter sich haben und ihre Erfahrungen teilen können. So fühlst du dich ein kleines bisschen weniger einsam und einfach besser aufgehoben, als alleine in einer Studentenwohnung.

Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, während des Studiums einmal in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Die beste Zeit ist der Anfang des Studiums, da hier ein passendes WG-Zimmer die meisten Vorteile mit sich bringt. Auch wenn du bereits studierst und eventuell gerade nach einer neuen Bleibe Ausschau hältst, ist ein günstiges WG-Zimmer auf jeden Fall eine Überlegung wert. Du wirst garantiert nicht enttäuscht werden und auf jeden Fall wertvolle Erfahrungen für dein weiteres Leben sammeln können! Gleichzeitig kannst du natürlich auch dein ein oder anderen Euro sparen und vorhandene Möbel übernehmen - ein möbliertes Zimmer schont deine Nerven beim Umzug weniger.

Pros überwiegen den Contras

Natürlich gibt es nicht nur Vorteile bei den WG-Angeboten, sondern auch einige Nachteile, die beispielsweise in einem eigenen Apartment zur Miete nicht zu finden sind. In einer schnuckligen, kleinen Wohnung, in der du ganz alleine lebst, hast du natürlich keine nervenden Mitbewohner. Du kannst tun und lassen, was du willst, kannst seelenruhig bekleidet oder auch unbekleidet durch die Wohnung spazieren oder so laut Musik hören, wie du gerade möchtest. Kurz gesagt: Man ist in einer Singlewohnung freier und muss keine Rücksicht auf andere Leute nehmen. Auch das Leben im Studentenwohnheim haben wir uns mal genauer angesehen.

Jetzt stellt sich nur die Frage: Willst du solch ein Leben als Student? Ich denke nicht. Als Student will man viel erleben, neue Freunde kennenlernen und WG-Partys feiern, die, nebenbei bemerkt, natürlich viel besser als langweilige Partys in einer eigenen, möblierten Wohnung sind. Zudem kannst du in einer Wohngemeinschaft deine sozialen Kompetenzen verbessern, neue "Familienmitglieder" hinzugewinnen und dir, vor allem im ersten Semester, eine zuverlässige Orientierungshilfe von Mitstudenten holen. Wer außerdem noch knapp bei Kasse ist, der wird mit einer günstigen Studenten-WG garantiert seine Traumwohnung finden. Mit etwas Glück ist dein WG-Zimmer auch noch möbliert.